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Ausrüstung der Seefunkstelle MS "Franchina Fassio" / ICGO stammt
aus dem Jahr 1953. Der Sender ganz rechts im Foto ist ein Kurzwellen-TX
S 226 von Telefunken. Er konnte in den Sendearten A1 (Telegrafie)
und A3 (Telefonie) in den 6 fuer den Seefunk reservierten Kurzwellenbändern
betrieben werden. Die Röhrenbestückung: 3 x EL 803 in der Steuerstufe,
1 x EL 152 im Treiber und 1 x RS 612 in der Endstufe. Die volle Leistung
bei A3 betrug 375 Watt, bei A1 250 Watt. Links daneben steht der MW-Hauptsender
der Station, ein Telefunken S 119. Der Sender leistet
250 Watt, die Röhren: Steuerstufe: 1 x RS612 Triode, Endstufe: 1 x
RS612 Triode, Gleichrichter: 4 x RG62. Links daneben der Notempfänger
E
381H. Dieser Zweikreis-Geradeausempfänger arbeitet mit 4 Röhren:
2 Stck RES 094, 1 Stck KL 1 und 1 Stck RE 084. Er deckt in 6 Teilbereichen
das Frequenzspektrum von 10 kHz bis 20 MHz ab. Auf dem Regal darüber
steht der MW-Notsender, ein S 203 von Telefunken,
(80 Watt, A2, Röhren: Steuerstufe: 1 x EL 41, Endstufe: 1 x EL 152,
Gleichrichter: 1 x RG 62 D). Auf dem Regal links daneben, über dem
Kopf des Operators steht ein Grenzwellen-Sprechfunksender
S
109. Im Modulator arbeiten zwei Röhren EL12 im Gegentakt und eine
EF14 in der NF-Vorstufe. Die Steuerstufe arbeitet ebenfalls mit einer EF14,
in der Endstufe stecken 4 Röhren EL12 spez. parallel die dem TX auf
eine Leistung von 40 Watt bringen. Darunter auf dem Tisch steht ein Empfänger
E
103.
Das Kühlschiff "Franchina Fassio" ICGO wurde 1953 unter der Baunummer 820 bei H.C. Stülcken in Hamburg gebaut und am 30. September 1953 an die iItalienische Reederei Villain & Fassio übergeben. Das Schiff war 115,43 Meter lang, 15,6 Meter breit und mit 3486 BRT / 1960 NRT / 3022 tdw vermessen. Die Hauptmaschine war ein MAN-Diesel vom Typ K 7 Z 70/120 der bei 125 Umdrehungen 4670 PSe abgab. Hinter der Typenbezeichnung K 7 Z 70/120 verbergen sich folgende Daten: 7 Zylinder, 700 mm Kolbendurchmesser und 1200 mm Hub. 1971 wurde die "Franchina Fassio" nach Frankreich verkauft und in "Danae" umbenannt, 1974 ging sie als "Blue Ocean" / HZAE an saudische Eigner, 1981 wurde sie abgewrackt. Bildnachweis: Foto (1) Quelle: Werksfoto H.C. Stülcken, Hamburg (1953) Schiffsfoto (1) wegen unklarer Nutzungsrechte entfernt (12-Sep-09) |