Der
erste, der sein Leben im Dienst als Bordfunker verlor war der Kanadier
Georges C. Eccles. Er stammte aus Almonte in Ontario und gehörte zu
den 213 Personen an Bord der „Ohio“, die am 26. August 1909 um ein Uhr
nachts in voller Fahrt auf das damals noch nicht gekennzeichnete „Steep
Riff“ an der Küste von British Columbia fuhr. Genau sieben Monate
nachdem Jack Binns seine Erfahrungen auf der „Republik“ gemacht hatte.
Sein Schiff gehörte zur „Alaska-Dampfschiffahrtsgesellschaft“ und
befand auf dem Wege von Seattle nach Valdez in Alaska.
George,
der gerade schlief, stürzte an seine Funkanlage und sandte wiederholt
sein CQD aus. Mit diesem Seenotruf rettet er schließlich, außer
drei Schiffsoffiziere und sich selbst, alle an Bord. Er war das typische
Beispiel für die ersten Funker. Mit 15 Jahren hatte er als Eisenbahntelegraphist
in Almonte angefangen, zwei Jahre später war er nach Manitoba gegangen.
Bis 1907 wanderte er als Telegraphist in Westkanada und dem Nordwesten
der USA umher. Diese Reise sollte seine letzte sein, denn er hatte den
Posten als Leiter einer Küstenfunkstelle angenommen. Die neue Funkstelle
die er übernehmen sollte war in Seward errichtet worden, und da er
als exzellenter und schneller Funker überall bekannt war, hatte man
ihm diesen Posten angeboten. Er wußte nicht, ob sein Notsignal gehört
worden war. Schiffs- und Küstenfunkstellen gab es nur wenige und sie
waren sehr weit entfernt.
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Die
Küste in diesem Gebiet war 1909 noch nicht gut kartographiert. Das
war auch der Grund, weshalb die „Ohio“ mit dem Unterwasserfelsen kollidierte.
Der Kapitän merkte sofort an dem gewaltigen Stoß, daß
sein Schiff schwer beschädigt sein mußte, er änderte den
Kurs und lief in Richtung Carter Bay, in der Hoffnung sein Schiff noch
in den Hafen bringen zu können. Ein wachsamer Telegraphist in Ketchikan,
Alaska, hatte jedoch Georges CQD-Ruf gehört und gab die Information
an die Schiffe „Humboldt“ und „Rupert City“ weiter.
Man
fand George am nächsten Tag mit einer Kopfwunde an der Küste,
offenbar hatte ihn ein Wrackstück oder ein David getötet. Sein
Sarg wurde von einem Funker zurück in seine Heimatstadt Almonte begleitet.
Die Stadt errichtete ein kleines Denkmal, um an ihn zu erinnern.
Am
12. Mai 1915 wurde im Battery Park in New York ein Gedenkstein errichtet,
auf dem später auch sein Name verewigt wurde. Auf einer weißen
Marmorplatte findet man folgende Hauptinschrift:
In
dankbarer Erinnerung an die Funker, die in Erfüllung
ihrer
Pflicht das größte Opfer, ihr Leben gegeben haben.
Durch
ihren Tod leben sie weiter.
links:
Der Gedenkstein im New Yorker Battery Park |
Auf
einer darunter angebrachten Bronzeplatte sind die Namen eingraviert. Es
kamen im Laufe der Zeit immer mehr hinzu, heute sind es mehr als 20. Unter
ihnen findet man auch den Namen des Funkoffiziers der „Pamir“, Wilhelm
Siemers. Außer den Namen der Funker stehen die Schiffsnamen, das
Datum und auch der Ort des Seenotfalls auf dem Stein, z. B. Pazifik Küste,
Atlantischer Ozean, Nordatlantik oder bei den Azoren.
Die
Vereinigung „The Veteran Wireless Operators Association“ erinnert
in einer jährlichen Zeremonie an diese Funker. Der letzte Name wurde
am 25. Mai 1979 eingraviert.
Links:
George C. Eccles war der erste, dessen Name eingraviert wurde.
Einer
der bekanntesten ist Jack Phillips, er war Funker auf der "Titanic"
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