MS Sondershausen / Y5BZ
Fotos: Frank Heimann (3) und Heinrich Hecht, Kiel (1)  - *

Seefunkstelle MS Sondershausen / Y5BZ
Oben links: Die Geräte von links nach rechts: Hauptsender MEWA 3 (MW, GW, KW) 1000 Watt (4 Röhren 4CX250B), Empfänger EKV 02 (bis 30 Mhz, SSB, A3, A1) Hersteller: Funkwerk Berlin Köpenick, Notfunkanlage mit 100 W MW-Sender, darunter AA-Empfänger und Alarmzeichen-Tastgerät. Darunter 2 Notbatterie -Lade -/Entladegeräte, unten ein MW-Notempfänger.
Oben rechts: Von links nach rechts: Die oben beschriebene Not-Funkanlage. Unterhalb der Stationsuhr 2 UKW-Anlagen FM 3302. Darunter ein RX EKD-300 für alle Betriebsarten zum Anschluss von FS- und FAX-Anlage. In dem Holzgestell rechts neben dem OP das BDU für die Saturn-3-SatCom und ein weiterer EKD-300 (Funkwerk Berlin Köpenick). Rechts daneben die Saturn-3-Anlage. Die Holzkiste ganz rechts war noch zur Schalldämpfung für den mechanischen Fernschreiber T51 gedacht.
Angeschlossen an den Funkraum war eine kleine Funkwerkstatt mit dazugehörigem Werkzeug und Messinstrumenten.
MS "Sondershausen" wurde 1977 als Neubau Nr. 351 von der Warnowwerft in Warnemünde gebaut. Zunächst war das Rufzeichen DEVZ, im Rahmen der Umstellung der Rufzeichenreihe auf Y5.. wurde es in Y5BZ geändert.

Die "Sondershausen" ist mit 11127 BRT / 6020 NRT / 12350 tdw vermessen, 150,37 Meter lang und 21,87 Meter breit. Ein Lizenz-MAN-Diesel vom Dieselmotorenwerk Rostock leistet 11200 bps (8 Zylinder), das Schiff läuft damit 19,25 Knoten. 

1993 wurde es als "Tugela" an die Gerbera Shipping Ltd. in Zypern verkauft, 1994 zunächst in "Juliana M.", dann in "Afris Pioneer", 1997 wieder in "Juliana M." umbenannt. Ab Juli 1998 führte das Schiff als "Harare" die Flagge von Mauritius (Heimathafen: Port Louis), wechselte bis 2000 mehrfach den Manager, erreichte  am 1. Juni 2000 Alang und wurde dort durch Saumil Impex P.Ltd. abgebrochen.

Foto oben:  MS "Sondershausen" / Y5BZ  (1985) auslaufend Holtenauer Schleusen in die Kieler Förde
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Vielen Dank an Frank Heimann für die ausführliche technische Beratung zu diesem Artikel
Bildnachweis:

Stationsfotos (3)  Quelle: Sammlung Frank Heimann  (Mit freundl. Genehmigung 1999)
Schiffsfoto (1)  Urheber gem. § 7 Urh G: Heinrich Hecht, Kiel  ( 2008, mit freundl. Genehmigung 2008)
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Version: 31-Dec-99 / Rev.: 05-Nov-04 / 26-Aug-07 / 05-Oct-09 / 22-May-11 / 19-Jul-11 / HBu