Sichtfunkpeiler DEBEG 4100 alias Plath SFP 7000
Bericht  © 2010: Hans-Jürgen Körner, DK1MW

Der Sichtfunkpeiler SFP 7000 der Hamburger Firma C. Plath GmbH ging 1979 als Nachfolger des SFP 705 in die Serienfertigung. Der ebenfalls speziell für die Schifffahrt entwickelte Peiler basierte auf einer zukunftsweisenden neuen Technik, die erstmals im SFP 5000 (eingesetzt u.a. im Peilfunknetz Nordsee) Anwendung fand. Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. 
Die Empfangsfrequenz (Peilfrequenz) wird über das Tastenfeld eingestellt.
Ab 1981 wurde der SFP 7000 auch von der DEBEG unter eigenem Label als DEBEG 4100 vertrieben. Zugelassen wurde der Peiler unter FTZ/DHI 33/02 629/79. 
Der in Halbleitertechnik aufgebaute Dreikanal-Sichtfunkpeiler überstreicht lückenlos den Frequenzbereich von 70 - 3.999,9 kHz. Im Empfänger erfolgt eine zweifache Frequenzumsetzung. Als erster Oszillator fungiert ein Frequenzsynthesizer (Frequenzdekade), als zweiter ein Festfrequenzoszillator. Die erste ZF beträgt 9 MHz, die zweite 62 kHz. Die Spiegelfrequenzdämpfung liegt im Frequenzbereich von 250 - 535 kHz bei =/> 80 dB. Eingestellt wird die Empfangsfrequenz ausschließlich über die Tastatur der Frequenzdekade.
Betrieben wird der Peiler an einem Kreuzrahmen mit integrierter Hilfsantenne. Die beiden HF-Peilkanäle werden automatisch alle 10 Sekunden oder manuell durch Betätigen der mit „Test“ bezeichneten Taste geeicht. Die Seitenbestimmung erfolgt bei diesem Maximum-Peiler durch Drücken der Taste „Seite“. Dabei wird die „falsche“ Seite der auf der Kathodenstrahl-Röhre abgebildeten Peilfigur - in der Regel ein Strich oder eine mehr oder weniger schlanke Ellipse - dunkel getastet; die Seitenbestimmung ist also eindeutig. Der Peiler kann an alle gängigen Kreiselsysteme angeschlossen werden, so dass dann die rechtweisende Peilung direkt abgelesen werden kann. Der Peiler ist für den Empfang von Aussendungen in den Sendearten A1, A2/A3 und A3J (SSB) ausgelegt. Für ein Signal-Rauschverhältnis von 20 dB wird im Frequenzbereich von 250 - 535 kHz eine Empfindlichkeit von 50 µV/m und im Frequenzbereich 1.600 - 3.999 kHz von 20 µV/m angegeben.
Links:  Anschlussschema für den Einsatz eines SFP7000 auf einem Seeschiff
Oben: Der SFP7000 wurde von der DEBEG unter einem eigenen Label als DEBEG 4100 vertrieben
Bildnachweis:
Abb. 1  Urheber gem. §7 Urh.G.: Heinrich Busch, Berne
Abb. 2  Quelle: Datenblatt C. Plath GmH  (Mit freundl. Genehmigung 2010)
Abb. 3  Urheber gem. §7 Urh.G.: Hans-Jürgen Körner, DK1MW
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Version: 08-Sep-10 / Rev.: 07-Jun-11 / HBu