Grenz- / Kurzwellensender Telefunken S236
Fotos: Telefunken (1) und Olaf Kempendorf, DL1XBC (2)  - 

Oben:  Abb. 2 zeigt die Frontplatte der Steuerstufe des S236
Dieser 100-Watt Sender entstand Ende der 50er Jahre bei Telefunken. Sein Frequenzbereich liegt zwischen 1,1 und 24 MHz. Die Steuerfrequenz wird entweder der stufenlos abstimmbaren Steuerstufe (Foto oben rechts) oder einem Quarzoszillator in der Senderstufe entnommen. Der Sender kann in den Betriebsarten A1, A2, A3 oder F1 (Frequenzumtastung) betrieben werden.

Links:  Gesamtansicht des Senders S236 von Telefunken

Der Sender besteht aus 3 Einschüben. Im Foto oben links (Abb.1) von oben nach unten: Die Senderstufe, die Steuerstufe (auch Foto oben) und unten das Netzgerät. In der Senderstufe arbeiten 11 Röhren: 2 x EF800, 5 x EL803, 2 x EL152 und 2 x STV 70/6. 

Bei A1- / F1-Betrieb werden 100 Watt (auf 25 Watt reduzierbar) an den Antennenkreis abgegeben. Bei A2 und A3 beträgt die Leistung noch 25 Watt. In der Senderstufe befindet sich auch der weiter oben bereits erwähnte Quarzoszillator. Dieser kann mit max. 6 Quarzen zwischen 0,5 und 12 MHz (halbe Sendefrequenz) bestückt werden. 

In der Steuerstufe des S236 befinden sich 23 Röhren: 1 x E80T, 2 x ECC81, 3 x ECC83, 2 x ECC 85, 5 x ECH 81, 5 x EF 800, 1 x STV 70/6 und 4 x STV 100/60ZII. Die VFO-Schaltung in der Steuerstufe war damals ihrer Zeit weit voraus: PLL in Röhrentechnik! 
Im Netzgerät stecken 2 Röhren vom Typ RG62D. 

Der S236 wurde in den Funkstationen der Handelsschiffahrt nicht verwendet. Auf den Schiffen der Bundesmarine gehörte er jedoch wegen seiner Zuverlässigkeit schnell zum Standard und wurde vorzugsweise in der Betriebsart F1 (max. 80Bd) eingesetzt. Auch bei der Polizei und beim Bundesgrenzschutz war der Sender zu finden. 
Anfang der 60er Jahre wurde ihm eine kräftigere Endstufe mit 400 (?) Watt Sendeleistung verpasst (Röhrenbestückung ?)

Links:  Ein Blick in die stufenlos abstimmbare Steuerstufe


Bildnachweis:
Bild 1  Quelle: Senderhandbuch von Telefunken  (Mit freundl. Genehmigung des DTM, Berlin)
Bild 2 und Bild 3  Urheber gem. §7 Urh.G.: Olaf Kempendorf, DL1XBC  (Mit freundl. Genehmigung 2006)
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Version: 18-Dec-06 / Rev.: 16-May-10 / HBu