Grenzwellen-Telefoniesender Telefunken S109
Abbildungen: Gerhard Fiebiger (1) und Telefunken / Debeg  (2)  - 

Oben:  Der Telefoniesender für Grenzwelle  Telefunken S109  Der S109 wurde ab 1950 in von der Debeg ausgerüsteten Stationen als reiner Telefoniesender für den Grenzwellenbereich eingesetzt. Über den Quarz-Wahlschalter - unter dem Messinstrument - können fünf Frequenzen zwischen 1600 und 3000 Khz ausgewählt werden. Der Steckplatz für den Quarz 1 kann von der Frontplatte aus mit einem Quarz "nach Wahl" bestückt werden. Die Vor- und Endstufe können aber auch ohne Quarze auf frei wählbaren Frequenzen im o.g. Bereich abgestimmt werden. (Rechte Stellung des Schalters: "Selbst-erregt"). Die Abstimmwerte hierfür werden einer Tabelle entnommen und auf der Skala von 0 - 170 in der Mitte des Frontplatte eingestellt. 
An der Frontseite des Senders sind auch die Schalter für die Stromversorgung bzw. den Umformer (z.B. 500 V Anodenspannung für die EL12) und für das Muting eines Empfängers sowie die Anschlussmöglichkeit für das Mikrofon angebracht. 
Im Blockschaltbild ist der Auswahlschalter zwischen bequarztem und freiem Frequenzbetrieb gut zu erkennen. Der Arbeitsbereich des Senders ist in 5 Teilbereiche unterteilt, auf diese ist die Antennenstufe schon vorabgestimmt. Im Modulator arbeiten zwei Röhren EL12 im Gegentakt und eine EF14 in der NF-Vorstufe. Die Steuerstufe arbeitet ebenfalls mit einer EF14, in der Endstufe stecken vier EL12 spez. parallel, die Anlage leistet damit 40 Watt. Der S109 kostete 1950 bei seiner Einführung 4402 DM.
Bildnachweis:

Bild 1  Urheber gem. §7 Urh.G.: Gerhard Fiebiger  (Mit freundl.Genehmigung 2004)
Bild 2 und Bild 3  Quelle:  Telefunken in Debeg-Prospekt (1951 / Abdruck mit Quellenangabe gestattet)
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Version: 29-mar-01 / Rev.: 24-May-10 / HBu