MS Bohinj / J8EK9
Foto und technische Angaben ©: Vincenc M. Grgic (1), S52CC - Schiffsfotos ©: Anton Galun (3), S51AG - 

Urheber: Vincenc M. Grgic, S52CC
Oben:  Die Seefunkstelle MS "Bohinj" / J8EK9  wurde 1983 zusammengestellt, die eingebauten Geräte entsprechen dem Standard dieser Zeit. Der Hauptsender (links im Foto) für die Frequenzbereiche Mittel-, Grenz- und Kurzwelle stammt von der schwedische Firma Standard Radio&Telefon AB (baugleich Debeg 1010). Er ist bis zur Endstufe transistorisiert und kann den Telegrafie-, Telefonie- und SITOR-Betrieb auf allen Seefunkfrequenzen zwischen 405 kHz und 26 MHz durchführen. Der Sender leistet im Bereich Kurzwelle bei SSB-Betrieb 1500 Watt, bei Telegrafiebetrieb 1200 Watt. In den Bereichen Grenz- und Mittelwelle stehen 400 Watt zur Verfügung.
In der Bildmitte befindet sich der Arbeitsplatz des Funkoffiziers. Oben links der Notsender, ebenfalls von Standard Radio&Telefon AB (baugleich Debeg 7121). Auch dieser Sender ist voll transistorisiert und leistet bis zu 170 Watt auf den 7 Telegrafiefrequenzen im Mittelwellenbereich. Unterhalb des Senders befindet sich die Schalttafel der Funkstation. Die beiden oberen Geräte im mittleren Gerätesatz kann ich nicht identifizieren, in der Mitte befindet sich als Hauptempfänger der Station ein Mackay 3031A (15 kHz - 30 MHz) und unten ein Schaltfeld zur Verteilung von NF und Tastleitung. Im rechten Feld steckt unter dem Rufzeichenschild das Fernschreibmodem 3781 für das SITOR-Verfahren. Es kann in den Betriebsarten ARQ, FEC, SELFEC und Direct (sog. RTTY) betrieben werden. Das Gerät darunter, verdeckt vom Bildschirm, ist ein Empfänger aus der Serie SR 501/504/520 (DEBEG 2051 - 2057) des Herstellers Vigilant. Ebenfalls verdeckt vom Bildschirm steht ganz unten im rechten Feld das Auto-Alarmgerät 7231. Es kann sowohl als Autoalarm- als auch als Wachempfänger auf der Frequenz 500 kHz betrieben werden. Auf dem Tisch im Vordergrund stehen der Bildschirm, die Tastatur und der Drucker für die SITOR-Anlage. Auf dem Drucker steht eine Morsetaste "Vibroplex" mit roten "Paddeln". 
Urheber: Anton Galun, S51AG
Oben:  Der Massengutfrachter "Bohinj" / J8EK9 (Foto: 1.5.2008 in La Valetta / Malta) wurde 1983/84 von der Werft  A.E. Sevilla in Spanien für die liberianische Reederei "Genshipping" - eine Tochterfirma der slowenische Reederei "Splosna plovba" - gebaut. Das Schiff ist mit 20624 BRT / 13370 NRT / 34942 tdw vermessen. Die 197 Meter lange und 24,26 Meter breite "Bohinj" wird durch einen 8017 KW leistenden 2-Takt-Dieselmotor (5 Zylinder) von Burmeister&Wain angetrieben und läuft damit 13 Knoten. 
Urheber: Anton Galun, S51AG
Urheber: Anton Galun, S51AG
Oben:  Die Aufbauten des MS "Bohinj" / J8EK9
Oben:  Ladebetrieb in La Valetta am 1.5.2008
1991/92 fuhr das Schiff unter der Flagge von St. Vincent and the Grenadines mit dem Rufzeichen J8EK9, zur Zeit (2009) trägt es die Flagge von Antigua Babuda und das Rufzeichen V2SG. Das Schiff hat nie den Eigner gewechselt, gehört also noch der Reederei "Splosna plovba" bzw. deren Tochter "Genshipping". Seit 2008 ist das Hamburger Schiffahrtsunternehmen Peter Döhle Hauptaktionär der "Splosna plovba".
Bildnachweis:

Bild 1: Urheber gem. § 7 Urh G: Vincenc M. Grgic, S52CC  (Mit freundl. Genehmigung im Februar 2009)
Bild 2, Bild 3 und Bild 4: Urheber gem. § 7 Urh G: Anton Galun, S51AG  (Mit freundl. Genehmigung im Februar 2009)
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Version: 23-Feb-09 / 15-May-11 / 19-Jun-11 / HBu