MS Aegir / DHLF
Fotos: G. Hellwig, DK6LH (3) und L. Stöcker (1)  -

Funk-Arbeitsplatz MS "Aegir" / DHLF (1968) Das Massengutschiff "Aegir"/DHLF wurde 1968 in Dienst gestellt, die Ausrüstung der Funkstation wurde von der Kieler Firma HAGENUK geliefert und montiert. Links im Bild steht der Wetterkartenschreiber BS 110, rechts daneben der Hauptempfänger, ein UE-12 von Hagenuk. In elf Teilbereichen lässt er sich zwischen 95 kHz und 28 MHz abstimmen.
Urheber: G. Hellwig, DK6LH
Urheber: G. Hellwig, DK6LH
Oben links: Funk-Arbeitsplatz MS "Aegir" / DHLF  Rechts am Arbeitsplatz als Notempfänger ein HAGENUK E 80. Der E 80 deckt in 4 Teilbereichen das Band zwischen 100 und 530 und zwischen 620 und 4350 kHz in den Betriebsarten A1, A2 und A3 ab. Er ist mit je 1 Röhre EF85, ECH81 und EL95 sowie 3 Röhren EBF89 bestückt. Rechts im Anschluss an das Foto des Funkarbeitsplatzes steht die im Foto oben rechts gezeigte Sendeanlage der Station. Links oben der MW-Hauptsender MS 500 (350 Watt) für 8 schaltbare Frequenzen (410, 425, 448, 545, 468, 480, 500 und 512 kHz) und die Sendearten A1 und A2. Endstufe: 2 x QB 3/300. Darunter steht der Modulator M 500 für den Mittel- und den Kurzwellensender. Im Feld darunter: Die E-Verteilung. Rechts oben sitzt der 700 Watt KW-Sender KGS 500 für Grenzwelle und die KW-Seefunkbänder bis 22 MHz. Der Sender kann mit bis zu 20 Quarzen jeweils im Grenz- und KW-Bereich bestückt und in den Sendeararten A1und mit dem Modulator M 500 in A2 und A3 betrieben werden. In der Endstufe stecken 2 Röhren QB 3/300. Darunter der Notsender MSN 70. Dieser Sender ist fest eingestellt auf die Seenot- und Anruffrequenz 500 kHz und sendet mit ca. 70 Watt in A2. Die Röhrenbestückung: 3 x QE 06/50 (oder 807). 
Unten:  Die "Aegir" / DHLF 1982 auf der Reede von Monrovia. Sie war 1968 als Bau-Nr. 339 von den Rheinstahl Nordseewerke GmbH in Emden für die Seerederei "Frigga" gebaut gebaut worden, mit 45795 BRT / 33682 NRT vermessen, 247 m lang und 35 m breit.
Ein 9-Zylinder 2-Takt-Dieselmotor von MAN leistete 15225 KW und brachte das Schiff damit auf max. 16 Knoten. 1985 wurde die "Aegir" nach Panama ausgeflaggt und von CF Ahrenkiel, Hamburg, bereedert. Unter anderen führte das Schiff von nun an die Flaggen von Birma, Gibraltar und Cypern und trug Namen wie "Foo" oder "Georgis P.", bis es im Jahr 2000 abgewrackt wurde. 
Bildnachweis

Bild 1, Bild 2 und Bild 3: Urheber gem. § 7 Urh G: G. Hellwig DK6LH  (mit freundl. Genehmigung 2001)
Bild 4: Urheber gem. § 7 Urh G:  Lothar Stöcker  (Mit freundl. Genehmigung im Dez. 2009)
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Version: 14-Okt-01 / Rev.: 16-Jan-05 / 24-Jan-09 / 06-Dec-09 / 02-May-11 / HBu