MS Chemtrans Wega  /  DHBM
Fotos (4): Andreas "Andy" Hecht  - 

Die Funkstation des Gastankers "Chemtrans Wega" / DHBM wurde 1977 mit Geräten der DEBEG eingerichtet. Im Foto oben steht links als Hauptsender ein Debeg 7103. Sein Frequenzbereich von 400 kHz bis 26 MHz umfasst alle Seefunkbänder, er arbeitet in allen im Seefunk möglichen Betriebsarten. Im Gestell rechts daneben steht oben der Telegrafiesender Debeg 7121, darunter das Betterieladegerät. Im flachen Gestell am Arbeitsplatz des Funkoffiziers steckt links oben als Notempfänger ein Debeg 7220 (Drake RR1), darunter das Seefunk-UKW 7608. In der Mitte des Gestells befindet sich das Bedienfeld für die Verteilung von NF-, Tast- und Antennenleitungen. Rechts am Arbeitsplatz sitzt oben als Hauptempfänger ein Debeg 7201 (Siemens E 410) mit Rastereinschub und BCD-Schaltern. Darunter das Autoalarmgerät Debeg 7230 (AA 204), davor steht eine Junker-Morsetaste auf dem Tisch. Die zwei Fotos unten zeigen die Station aus anderen Perspektiven, in Abb.2 sieht man zwischen Hauptsender und Wand die Rettungsweste des Funkoffiziers.
Der Gastanker "Chemtrans Wega" / DHBM wurde 1977 von der Kröger Werft, Schacht-Audorf als "Bavaria Multina" / DHBM unter der  Nr. 1392 für die Reederei Chemikalien Seetransport, Hamburg, gebaut. Das Schiff war 112,65 Meter lang, 16,52 Meter breit, mit 6907 BRZ / 3471 NRZ / 4998 tdw vermessen. Ein Dieselmotor von MAK (Kiel) leistete 4413 KW und wirkte auf einen Propeller. Die "Chemtrans Wega" lief damit 15 Knoten. Das Schiff war für den weltweiten Transport von Flüssiggas (LPG) konstruiert.
Sie wurde bereits beim Bau mit der damals in Anschaffung und Betrieb noch sehr kostspieligen Satelliten-Funkanlage MAGNAVOX MX-111 ausgerüstet. Die Reederei war überzeugt, dass die höheren Kosten durch die unschlagbare Schnelligkeit und Sicherheit der Kommunikation gerechtfertigt waren. Speziell in der Tankschiffahrt, die überwiegend Tramp-Schiffahrt ist, konnte man so blitzschnell reagieren, wenn es um Routenänderungen oder eine kurzfristige Reise-Charter ging. 
1990 wurde das Schiff nach Norwegen verkauft, erhielt den Namen "Norgas Wega" und wurde unter die Flagge Liberias verbracht. Ab 1991 hiess es "Norgas Navigator". Im Januar 2007 wurde das Schiff zunächst nach Singapur, dann zum Abbruch nach Indien verkauft und erzielte dabei 535 $ pro Tonne Stahl. Darunter ein grosser Anteil Edelstahl von den Wänden der Tanks.
Bildnachweis:

Alle Fotos (4)  Urheber gem.§7 Urh.G.: Andreas "Andy" Hecht  (Mit freundl. Genehmigung im Oktober 2010)
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Version: 08-Jan-11 / Rev.: 16-May-11 / HBu