MS Hohenfels / DEJJ
Fotos: Uwe Ohler (3) und Henk Kooistra (3)  - 

oben links: Funkarbeitsplatz MS "Hohenfels" / DEJJ  Rechts steht der Not- / Reserveempfänger E 601 (Debeg), links ein E 566 (Siemens). Unter der Stationsuhr befindet sich das Steckfeld für die Empfangsantennen, es enthält ausserdem die Ablage für den Telefonhörer der Sendeanlage und den NF-Verteiler der Station. Im rechten Teil des Gehäuses sind die Kontrollampen für das Alarmzeichen-Tastgerät und das Batterie-Ladegerät. Rechts vor dem E 601 steht eine elektronische Morsetaste ETM-3. Die "Hohenfels" / DEJJ  gehörte zu den ersten mit SSB ausgerüsteten Stationen der DDG Hansa. Der dazu gehörende Empfänger - ein Siemens E 311 - ist auf diesem Foto leider nicht sichtbar. Er steht links neben dem E 566.
oben rechts: Das Foto zeigt den Hauptsender der Station, einen St 1200 von Standard Radio & Telefon AB (Schweden). Der SSB Sender leistet 1200 Watt in den Grenz- und Kurzwellen- bereichen (1,6 - 22 MHz) und 400 im Mittelwellenbereich (410 - 512 kHz).
Im oberen Einschub stecken Treiber- und Endstufe (4 Röhren 4cx250b) und alle Abstimm-Elemente, in der Mitte die bequarzte Exciterstufe. Ganz unten die Stromversorgung für alle benötigten Hoch- und Niederspannungen. Über dem Sender ist der Abluftkanal der Endröhren zu sehen, die jede für sich in einem ständigen kühlenden Luftstrom arbeiteten. Auch die Antennenleitungen zum Wahlschalter (links oben im Foto) und von dort zu den Antennen sind zu sehen. Als Hauptsendeantenne stand auf dem Peildeck das sog. "Storchennest" der Debeg. Unter dem Antennenwahlschalter hängt das Ladegerät für den Rettungsbootssender SE 662.
Diese drei Fotos von Henk Kooistra zeigen zusammen die gleiche Station etwas ausführlicher. Das Bild links zeigt den weiter oben bereits erwähnten SSB-Empfänger E 311 von Siemens, darüber im Hintergrund ist die Tür zur Bb-Brückennock zu sehen. Das Foto in der Mitte ist deckungsgleich mit Abbildung 1 (ganz oben links). Im rechten Foto ist ausser dem bereits beschriebenen Hauptsender auch das Gestell mit dem 70 Watt Notsender Telefunken S 527 zu sehen. Darunter: Der Autoalarm-Empfänger Lorenz Lo 672. Unter dem Leerfeld: Die Schalttafel für Haupt- und Notstromversorgung. Rechts neben dem Gestell befindet sich die vorgeschriebene "Sprechverbindung" zur Brücke, hier in Form einer kleinen "Durchreiche". Ganz rechts: Die Tür zum Wohnraum des Funkoffiziers.
links:  Das vordere Schiff in diesem 3er-Pack ist die "Hohenfels", in der Mitte ein Schiff der "St"-, hinten eines der "W"-Klasse.
Die"Hohenfels" / DEJJ war das fünfte Hansa-Schiff, das diesen Namen trug. Sie wurde 1967 bei AG Weser in Bremen als Nummer 1364 gebaut, war mit 9565 BRT / 5863 NRT / 12553 tdw vermessen, 152,2 m lang und 20,4 m breit. Mittschiffs an Deck stand ein Schwergutgeschirr von Stülcken für 150 to. 
Ein MAN-Diesel mit 7 Zylindern leistete 11200 PS, das Schiff lief damit gut 20 Knoten. 1978 wurde die "Hohenfels" an Eigner aus Panama  verkauft, aber von der Hansa für 2 Jahre zurückgechartert. Neues Rufzeichen: J4GA. Im August 1980 lief die Charter aus und das Schiff wurde in "Hohenbels" / J4GA umbenannt. Im Sommer 1985 wurde die jetzt 18 Jahre alte ehemalige "Hohenfels" / DEJJ nach Alang in Indien verkauft, wo im Juli 1985 der Abbruch begann. 
Schwesterschiffe waren: "Birkenfels" / DEJD, "Crostafels" / DEIU, "Falkenfels" / DEJA, "Kybfels / DEJM" und "Schönfels" / DEIV.
Bildnachweis:

Bild 1, Bild 2 und Bild 6: Urheber gem. § 7 Urh G: Uwe Ohler  (Mit freundl. Genehmigung 2002)
Bild 3, Bild 4 und Bild 5: Urheber gem. § 7 Urh.G. / © by: Henk Kooistra (NL / Mit freundl. Genehmigung im Dez. 2011)
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Version: 26-Nov-02 / Rev.: 20-Sep-09 / 21-May-11 / 03-Jul-11 / 16-Jan-12 / HBu