MS Schwanheim / DEDK
Fotos: Gerhard Gollon (1) und Ludwig Amann (2)  - 

1959: Gerhard Gollon am Funk-Arbeitsplatz MS "Schwanheim" / DEDK   Links oben ein Mittel- und Grenzwellensender S 517 von Lorenz, er leistet 400 W auf Mittelwelle und 100 W im Grenzwellenbereich, das Gerät wurde ab 1952 gebaut. Darunter befindet sich das Netzteil für diesen Sender. Aufgeschraubt auf den Deckel des Netzteils - halb verdeckt von der Schulter des Funkers - ist das Tastgerät AT 512 für das Telegrafiefunk-Alarmzeichen. Der Operator bedient einen Seefunk-Empfänger SIEMENS E66a. Rechts steht der KW-Sender der Station, ein Telefunken S 226. Im oberen Einschub der Sender (1 x RS 612 in der Endstufe und 1 x EL 152 im Treiber), im mittleren der Modulator Md110 (mit 2 x RS 612) für A3-Betrieb und im unteren Einschub das Netzteil N 226 mit 4 Gleichrichterröhren RG 62 D. Der S 226 leistet im A3-Betrieb 375 Watt, im A1-Betrieb 250 Watt.
1962:  Ludwig Amann am Funkarbeitsplatz MS "Schwanheim" / DEDK   Der Siemens E66a ist durch den modernen Empfänger Siemens E566 ersetzt worden, die Stationsuhr hat jetzt ein Zifferblatt mit eingezeichneten Seenotpausen.
MS "Schwanheim" / DEDK wurde 1953 von der Flensburger Schiffbaugesellschaft für die Reederei Unterweser, Bremen, gebaut. Die oben beschriebene Funkstation war mit den zu dieser Zeit modernsten deutschen Geräten bestückt. Auf dem Schiffsfoto sieht man, dass auch schon ein Radargerät vorhanden war. Das Schiff war mit 8532 BRT / 5810 NRT vermessen und hatte eine Tragfähigkeit von 11580 to., es war 144,46 m lang, 18,4 m breit und hatte einen max. Tiefgang von 8,53 m. Die "Schwanheim" wurde 1971 als "Marie" nach Panama, 1972 als "Dobrota" nach Somalia und 1979 als "Kosmos" erneut nach Panama verkauft. 1980 erfolgte ein Umbenennung in "Apus", unter diesem Namen wurde das Schiff 1981 in Basrah/Irak schwer beschädigt und später angewrackt.
Bildnachweis:

Bild 1   Quelle: Sammlung Gerhard Gollon, ROW  (Mit freundl. Genehmigung 2001)
Bild 2 und Bild 3  Quelle: Sammlung Ludwig Amann  (Mit freundl. Genehmigung 2004)
Bild 4   Quelle: Gerhard Gollon / Deusches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven  (Mit freundl. Genehmigung durch Herrn Fuest / 17-Nov-09)
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