MS Axenfels / DDTP
Fotos: Eike F.Pieritz (5) und Torleif Aa. Lea (2)  - 

Urheber: Eike F. Pieritz, Strande
Das Foto oben entstand 1959 in der Funkstation des Hansa-Dampfers MS "Axenfels" / DDTP. Links steht ein Allwellen-Empfänger Siemens E 566. Dieser Überlagerungsempfänger erfasst in Teilbereichen das Band zwischen 14 - 21 kHz und 85 - 30300 kHz. Darüber auf dem Regal ein weiterer Allwellenempfänger: Ein Elektromekano M 86. Der Superhet kam 1952 auf den Markt, sein  Empfangsbereich liegt bei 15 bis 550 kHz und zwischen 690 kHz und 25 MHz. Rechts neben dem Fenster ist oben der auffällige Sendeantennen-Wahlschalter angebracht, auf der Stationsuhr darunter fehlen die Sektoren für die Seenotpausen auf 2182 kHz. Links neben dem Rufzeichen DDTP sitzt das Alarmzeichen-Tastgerät ATG 512 von DEBEG, unter dem Rufzeichen steht die Junkers-Morsetaste auf dem Tisch. Rechts steht der Hauptsender, ein Elektromekano S 264. Der 3-stufige quarzgesteuerte Mittelwellensender im oberen Einschub leistete 400 Watt (Röhren: 2 x Type 807 +  2 x Philips QB 3/300 in der Endstufe). Der 6-stufige 400 Watt Kurzwellensender im mittleren Einschub konnte - quarzgesteuert - auf jeweils 3 Frequenzen in den Seefunkbändern zwischen 4 und 22 Mhz in Telegrafie arbeiten. (Röhren: 5 x Type  807 und 2 x Philips QB 3/300 in der Endstufe). Abb. 2 zeigt die beiden Empfänger, Abb. 3 den Hauptsender.
Urheber: Eike F. Pieritz, Strande
Urheber: Eike F. Pieritz, Strande
Bei der "Axenfels" / DDTP  handelt es sich um die ehemals norwegische MS "Heimvard" / LCUY. Sie war 1930 von Kockums in Malmö für die norwegische Reederei Klosters gebaut worden. Die "Heimvard" war mit 4851 BRT / 2744 NRT / 8725 tdw vermessen, Abb. 5 zeigt das Schiff während der Jungfernfahrt 1930 in Oslo. 
1950 war die "Heimvard" / LCUY bei New Orleans explodiert und ausgebrannt, danach wurde sie auf Grund gesetzt und zum Totalverlust erklärt. Die DDG Hansa erwarb das Wrack, verholte es nach Bremen und liess es bei der Werft AG Weser instandsetzen. Das Schiff erhielt den Namen "Axenfels" und war jetzt mit 4801 BRT / 2745 NRT vermessen, 126,4 m lang und 16,5 m breit.  Ein 8-Zylinder 4-Takt-Dieselmotor mit 3700 PS gab der "Axenfels" eine Dienstgeschwindigkeit von 12 Knoten. Sie wurde 1962 in Japan abgewrackt.
Urheber: Eike F. Pieritz, Strande
Oben:  MS "Axenfels" / DDTP 1958 in Khorramshar    Unten:  MS "Heimvard" / LCUY während der Jungfernfahrt 1930 in Oslo
Source / Quelle: Sammlung / Collection Torleif Aa. Lea
Urheber: Eike F. Pieritz, Strande
Quelle / Source: Collection / Sammlung Torleif Aa. Lea
Oben links:  Ein Blick aus dem Fenster der Funkstation der "Axenfels" / DDTP auf den Schornstein und an Deck des Schiffes.
Oben rechts:  Kolben ziehen im Maschinenraum der "Heimvard" Ende der 30er Jahre. Ein Kolben des 4-Takt Dieselmotors hängt im Flaschenzug. Ganz links: Reidar Lea, Vater von Torleif Aa. Lea (siehe Bildnachweis)

Bildnachweis
Abb.1, Abb.2, Abb.3, Abb.5 und Abb.6  Urheber gem. §7 Urh.G.: Eike F. Pieritz  (Mit freundl. Genehmigung 2003)
Abb.5 und Abb.7  Quelle: Sammlung / Collection Torleif Aa. Lea (Norwegen / By courtesy of Torleif Aa. Lea / Mit freundl. Genehmigung im Mai 2005)
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Version: 21-Dec-03 / Rev. 28-Aug-09 / 10-May-11 / HBu