MS Heinrich Schulte / DCMJ
Fotos: DEBEG (1) und Schulte & Bruns (1)  - 

Quelle: DEBEG (Bremen)
Der Massengutfrachter "Heinrich Schulte" / DCMJ wurde 1964 in Dienst gestellt. Die auf dem Foto zu erkennenden Geräte entsprechen dieser Zeit. Im Sendergestell befindet sich oben der MW-Telegrafiesender S-519 von Telefunken (115 Watt bei A1), darunter das dazu passende Netzteil. Eine Etage tiefer sitzt das Steckfeld für die Empfangsantennen, ganz unten ist eine kleine Schalttafel für die Versorgung der Funkstation mit Gleich- und Wechselspannungen. Zwischen Bücherregal und Sendergestell hängt an der Wand das Lagerät für die Notbatterien, direkt unter dem Regal befindet sich die Stationsuhr mit den eingezeichneten Seenotpausen fuer 500 und 2182 kHz.
Als Haupt-Empfänger steht rechts am Arbeitsplatz ein Siemens E-566, der - wegen seiner farbigen Skala - scherzhaft auch "Papageienkasten" oder "Regenbogen-Empfänger" genannt wurde. Nicht sicher zu erkennen ist der zweite Empfänger links vom Funkoffizier. Die Bauart des Gehäuses lässt aber auf einen zweiten E-566 schliessen.
Quelle: Schulte  Bruns, Emden
Das Massengutschiff MS "Heinrich Schulte" / DCMJ wurde 1964 von der Lübecker Flender-Werke AG gebaut und am 15. Dezember 1964 an die Reederei Schulte & Bruns aus Emden uebergeben. Das Schiff war mit 30518 BRT / 21871 NRT vermessen, 231,2 m lang und 30 m breit. Der höchste Tiefgang betrug 12,12 m. Als Antrieb leistete ein 2-Takt Dieselmotor von Borsig/Fiat 12600 PS bei 135 UPM. Damit lief das Schiff max. 15,5 Knoten, der Motor verbrauchte dabei 47 to Schweröl pro Tag.
Bildnachweis:

Stationsfoto (1)  Quelle: DEBEG, Deutsche Betriebsgesellschaft für drahtlose Telegrafie (Mit freundl. Genehmigung NIederlassung Bremen, Hohentorshafen 1998) 
Schiffsfoto (1)   Quelle: Reederei Schulte & Bruns, Emden in einer Schiffs-Zusammenstellung von etwa 1970, Seite 29 (Urheber dort nicht genannt)
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Version: 29-Sep-01 / Rev.: 13-Sep-09 / 21-May-11 / HBu