Schlepper Rechtenfleth / DANS
Fotos: Hagenuk (1) und URAG Bremen (1)  - *

Rechts im Bild steht ein Funktelefon GS 50 E von Hagenuk für den Frequenzbereich 1605 bis 3800 kHz. Der Sender im obersten Einschub ist auf dem Foto nicht zu sehen, er ist mit 6 Quarzen bestückt, davon sind zwei von außen zugänglich. Die Leistung beträgt 50 Watt. Röhren: 1 x PE 1/100, 1 x QE 04/10, 1 x EM 4 als Abstimmhilfe. Gut zu erkennen ist der Empfänger des Funktelefons, ein Hagenuk E 50 für die Frequenzbereiche 160 - 500 kHz, 530 - 1700 kHz, 1600 - 5100 kHz. Im unteren Einschub befinden sich Stromversorgung und Hörerablage. Vor dem Operator steht das erste Seefunk-UKW der Firma Hagenuk: USE 182 NDS. Links die 3 Einschübe der Sende- und Empfangsanlage, rechts daneben das Bedienteil und noch weiter rechts die Stromversorgung. Das USE 182 NDS arbeitete auf den damals üblichen 28 Kanälen des Seefunk-UKW-Bereichs.
Telefonie-Station des Schleppers "Rechtenfleth" / DANS
Der Schlepper "Rechtenfleth" hat eine wechselvolle Geschichte: 1943 bei Botje & Ensing, Groningen, NL, für die deutsche Kriegsmarine gebaut. 1945 an England ausgeliefert. 1949 an J. Blöckert, Flensburg, umbenannt in "Karen". 1949 umgebaut und neuer Motor, 700 Pse, 13 kn. 1951 an URAG verkauft und in "Rechtenfleth" umbenannt. Am 6. Dezember 1955 kenterte die "Rechtenfleth" während einer Assistenz und sank.
Das Wrack wurde gehoben und repariert. Die oben abgebildete Funkstation ist wohl auch ein Ergebnis dieser Reparatur, denn genau in diese Zeit passen die abgebildeten Geräte. Im Oktober 1967 wird der Schlepper an Eckhardt & Co., Hamburg zum Abbruch verkauft.

Der Schlepper "Rechtenfleth" / DANS


* Vielen Dank an Florian Horch für die Beratung
Bildnachweis:

Stationsfoto (1) Quelle: Prospekt der Firma HAGENUK Gmbh, Kiel  (1956 / Urheber dort nicht genannt / Firma erloschen) 
Schiffsfoto (1) Quelle: Unterweser Reederei, Bremen
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Version: 13-Mar-02 / Rev.: 03-Oct-09 / 22-May-11 / HBu