Langwellensender Telefunken CP IV
Abbildungen (5): Telefunken 

Oben und Unten:  Der Sender CP IV von Telefunken war der Nachfolger des CP I, die Debeg baute ihn ab 1922 u.a. auf den grossen Fahrgastschiffen ein, die zu dieser Zeit gebaut wurden. Der zweistufige selbsterregte Telegrafie- und Telefoniesender CP IV leistete 1000 Watt, bei Telefoniebetrieb musste die Leistung auf 400 Watt reduziert werden. Das Sendegerät umfasste den Frequenzbereich zwischen 100 und 177 kHz sowie zwischen 375 und 500 Khz. Das Foto oben zeigt eine Ansicht des Senders mit allen Komponenten. Für das Foto unten sind die Frontplatten der Geräte entfernt worden, es gibt so einen Blick in das Innere der Einheiten frei..
Für die Stromversorgung des Senders waren zwei Umformer notwendig. Der Erste lieferte eine Wechselspannung von 500 Hz für den Anodenkreis, der Zweite ein Wechselspannung von 50 Hz für den Heizkreis.
Der CP IV hatte zwei sog. "Hochvakuum-Ventilröhren" RG 46 zur Gleichrichtung des Stromes für den Anodenkreis und eine Senderöhre RS 47. 
Die Anordnung der Gleichrichter- und Senderöhren im Sendergehäuse erkennt man leicht auf den Fotos oben und links.
Die Senderöhre benötigte einen Andenspannung von max.10000 Volt. Die Heizspannung betrug 16 Volt. Genauere Daten der RS 47 zeigen die Abbildungen unten.

Das Foto links  zeigt den Aufbau des CP IV in der Funkstation des Passgierdampfers "Berlin" / QMBT, der 1925 vom "Bremer Vulkan" für den Norddeutschen Lloyd gebaut wurde. Auch auf diesem Foto sind die drei überdimensionalen Röhren zu sehen: Die RS 47 war 425 mm lang und hatte einen Durchmesser von 140 mm.


Bildnachweis:
Bild 1 und Bild 2  Quelle:  Telefunken  (1925 / Mit freundl. Genehmigung des DTM Berlin  12-Feb-10)
Bild 3   Quelle: Telefunken-Zeitung Nr. 42 (April 1926 / Mit freundl. Genehmigung des DTM Berlin 12-Feb-10)
Bild 4 und Bild 5  Quelle:  Telefunken in Datenblatt K.R.B.39D  (Mit freundl. Genehmigung des DTM Berlin 12-Feb-10)
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Version: 19-Mar-10 / HBu