Morsetaste "Vibroplex"
Fotos (3): Jürgen Coprian  - 

Oben und unten:  Die Mechanik einer "Vibroplex"
Die Firma "Vibroplex" in New York stellt seit Anfang des vorigen Jahrhunderts halbautomatische Morsetasten wie die hier abgebildete her. Die Tastvorrichtung besteht aus einem Hebelarm, der an einer senkrechten Achse drehbar gelagert ist. Drückt man das an der Bedienseite angebrachte "Paddle" nach rechts, ensteht eine Reihe von Punkten, drückt man den auf der anderen Seite des "Paddles" angebrachten Knauf  nach links, entsteht ein Strich, dessen Länge von der Dauer des Drucks abhängig ist.
Diese Gebeweise ist "gewöhnungsbedürftig" und bedarf einer guten Einstellung von Federdrücken und Gegengewichten. Nach einiger Übung - besonders kritisch sind die Buchstaben F und L - kann sich eine schnelle und saubere Morseschrift ergeben.
Oben: Das Typenschild  Diese Art von Morsetaste wird auch "Bug" genannt. Ein Wort, das im amerikanischen Sprachgebrauch zwei Bedeutungen hat: Es bezeichnet ein Insekt, kann aber auch einen Fehler z.B. in einem Computerprogramm oder bei der Gebeweise von Morsezeichen bedeuten. Ob diese Taste aufgrund schlecht gegebener Morsezeichen - das kann hier schnell passieren - oder aufgrund der Wanze die im Typenschild der "Vibroplex" als Logo zu erkennen ist, "Bug" genannt wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Deutsche See- und Amateurfunker sprechen schlichtweg von der "Schlackertaste"

Bildnachweis:
Alle Fotos (3) Urheber gem. §7 Urh.G.: Jürgen Coprian  (Mit freundl. Genehmigung im Januar 2015)

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Version: 21-Feb-15 / HBu