TS Aulica / GFHC
Fotos (4): Gerhard Fiebiger / Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH   -  Heinrich Busch, Hambergen

Quelle: Gerhard Fiebiger / Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH
Quelle: Gerhard Fiebiger / Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH
Die Funkstation des Tankschiffs "Aulica" / GFHC wurde im Januar und Februar 1960 von der Debeg in Kiel mit Funkgeräten der englischen Firma Siemens Ediswan Ltd. ausgerüstet. Dieser Hersteller war ein durch den Firmenzusammenschluß von Siemens Brothers, Edison und Swan enstandener britischer Elektronik-Konzern. Im oberen Foto erkennt man links eine Peilanlage und rechts daneben einen Grenzwellensender. Interessant ist das Gestell im oberen Foto rechts bzw. im unteren Foto links. Es handelt sich um die Empfangsanlage Siemens Ediswan G2. Im unteren Schub steckt der Kurzwellenempfänger G12 für den Frequenzbereich von 2,6 bis 26 MHz, er arbeitet mit 13 Röhren. Darüber befindet sich der Mittelwellen-Empfänger der Anlage, ein G11 für die Frequenzbereiche 15 bis 20 kHz und 100 bis 2600 kHz. Er arbeitet mit 9 Röhren, beide Empfänger sind Einfach-Super. Im zweiten Einschub von oben befindet sich 
Quelle: Gerhard Fiebiger / Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH die für beide Empfänger gemeinsame Stromversorgung sowie der NF-Verstärker mitsamt Lautsprecher. Es kann allerdings immer nur ein Gerät eingeschaltet sein, d.h. beim Wechsel von einem Empfänger auf den nächsten muß das Aufheizen der Röhren abgewartet werden. Ganz oben sitzt das Netzteil für die unterschiedlichen Spannungsversorgungen. Im zweiten Foto steht in der Mitte des Bildes ein Kurzwellensender T36A auf seinem Netzteil. Im hohen Sendergestell rechts daneben befindet sich der Mittelwellen-Hauptsender, ein T10 von Siemens Ediswan.
 

Foto links: Emergency Assembly E7AA
Die sogenannte "Emergency Assembly" E7AA von Siemens Ediswan befindet sich in der Bildmitte. Sie besteht aus einem Mittelwellen-Notsender (oben), einem Notempfänger in der Mitte und dem Autoalarmgerät, das für den Betrieb als Wachempfänger über einen Lautsprecher verfügt. Rechts neben der E7AA befindet sich das Ladegerät C32 für die Notbatterien.

Quelle: Gerhard Fiebiger / Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH
Das Tankschiff mit Turbinenantrieb "Aulica" / GFHC (IMO-Nr. 5030749) wurde 1959/60 als Baunummer 1078 von der Werft Kieler Howaldtswerke AG gebaut und am 26. Februar 1960 an die "Shell Tankers U.K." übergeben. Das Schiff  war mit 18225 tdw / 12321 BRZ vermessen, 170,68 m lang und 21,33 m breit. Der max. Tiefgang betrug 8,84 m. Für die Dienstgeschwindigkeit von 14,5 Knoten sorgten 2 Dampfturbinen mit einer Leistung von jeweils 7500 PS. Im Dezember 1984 wurde die "Aulica" in Gadani Beach bei Karachi abgewrackt.
Bildnachweis

Quelle aller Fotos (4):  Gerhard Fiebiger / Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH / mit freundl. Genehmigung 2004 und 20-Aug-09
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Version: 30-Dec-05 / Rev.: 23-Aug-09 / 08-May-11 / 11-Apr-15 / HBu