Autoalarmempfänger Telefunken E372
Abb.: Debeg (3)  - © Heinrich Busch, Hambergen


Links und oben: 
Autoalarm-Empfänger Telefunken E 372S (1930)
Auf der Internationalen Funkkonferenz in Washington 1927 wurde die Einführung von "Autoalarm-Empfängern" auf Seeschiffen über 1600 BRT verbindlich vorgeschrieben.
Gleichzeitig war die Einführung eines Telegrafiefunk-Alarmzeichens beschlossen worden. Es bestand aus 12 je 4 Sekunden langen Strichen (Abstand eine Sekunde) die auf der internationalen Seenot- und Aruffrequenz 500 kHz in der Sendeart A2 (Ton-moduliert) gesendet werden mussten. Spätestens nach dem Empfang des vierten Striches sollte der Empfänger an Bord Alarm auslösen. 
Noch 1927 wurden in England daraufhin die ersten Autoalarmgeräte entwickelt, zugelassen und eingebaut. Telefunken lieferte ab 1930 den Empfänger E 372S. Er wurde auf allen deutschen Seeschiffen von mehr als 1600 BRT eingebaut. Telefunken stellte mehr als 450 Geräte dieses Typs her.

Das Foto links wurde Mitte der 30er Jahre im Schulungsraum der Debeg in Hamburg aufgenommen. Es demonstriert die Wirkungsweise des Systems: Links im Foto ist der E 372S zu sehen, rechts sind die Alarmglocken auf der Brücke und im Wohnraum des Funkoffiziers dargestellt. Ein Alarm kann nur am Empfänger selbst quittiert werden.


Bildnachweis:
Alle Fotos (3)  Telefunken, Quelle: Festschrift "25 Jahre Debeg" (1936) Seiten 26 + 27 (Mit freundl.Genehmigung des DTM, Berlin / Schmalfuss / 12-Feb-10)
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Version: 21-May-02 / Rev.: 28-Mar-10 / 06-Jun-11 / 04-Apr-15 / HBu