Funktelefon DEBEG 7312
Foto (1): Bodo Lindner, DF3HP  © Heinrich Busch, Hambergen

Das Funktelefon Debeg 7312  wurde ab 1976 von der Debeg angeboten. Hersteller des Gerätes ist die Firma ITT, die es als STR 428 verkaufte. Es arbeitet in den Seefunkbändern zwischen 1,6 und 26 MHz in den Betriebsarten A1, A3A, A3H und A3J (oberes Seitenband) wahlweise im Duplex- oder Simplex-Betrieb. 
Die transistorisierte Endstufe im obersten Einschub leistet bis zu 400 Watt (160 Watt bei A1-Telegrafie). Die Abstimmung an einer 10 bis 30 Meter langen Antenne erfolgt automatisch durch ein Servo-System, im Notfall kann auch von Hand abgestimmt werden. Das Instrument oben links zeigt den Antennenstrom an. 
Die Aufbereitung der Frequenzen erfolgt im Steuersender (zweiter Einschub von oben). Bis zu 100 Kanäle können vorprogrammiert und abgerufen werden, die gewünschte Sendeart/-leistung wird über Schalter eingestellt. Die Anzeige des Kanals erfolgt per 7-Segment Ziffern im Anzeigefeld über dem grossen Auswahlschalter im rechten Bereich der Frontplatte. Ein 2-Ton-Alarmzeichengeber für die Seenot- und Anruffrequenz 2182 kHz ist eingebaut. 
Im zweiten Einschub von unten ist der Empfänger untergebracht. Er deckt - wie auch den Sender - den Bereich zwischen 1,6 und 26 MHz in den Betriebsarten A3, A3H, A3A und A3J ab. Die Frequenzaufbereitung erfolgt durch einen Synthesizer und die gewünschte Frequenz kann auf 100 Hz genau mit zusätzlicher Feinabstimmung eingestellt und per 7-Segment-Anzeige abgelesen werden. 2182 kHz kann als Festfrequenz direkt abgerufen werden. Die NF-Verstärkung wird von Hand geregelt, die HF wahlweise automatisch (AGC) oder von Hand. Ein Lautsprecher ist eingebaut, eine Kopfhörerbuchse jedoch nicht vorhanden.
Das Debeg 7312 wird entweder an 24 Volt aus der Notbatterie oder an 110 / 220 Volt 50/60 Hz aus dem Bordnetz des Schiffes betrieben. Alle benötigten Spannungen werden im Netzteil im untersten Geräteeinschub erzeugt. Hier befinden sich auch der Hauptschalter, ein Überlastschutz, ein Dimmer und die Hörerablage.

Bildnachweis:
Foto (1)  Urheber gem. §7 Urh.G.: Bodo Lindner, DF3HP  (Mit freundl. Genehmigung 22-Apr10)
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Version: 22-Apr-10 / 04-Apr-15 / HBu